Warum werden Wadenkompressionsstrümpfe immer notwendiger
durch LeeJames
Was sind Wadenkompressionsstrümpfe?
Der Blutkreislauf ist auf sauerstoffreiches Blut angewiesen, das vom Herzen durch die Venen fließt. Sobald der Sauerstoff verteilt ist, fließt das Blut zurück in andere Venen, um sich wieder aufzufüllen. Die Venen in den Beinen arbeiten jedoch gegen die Schwerkraft, um zum Herzen zurückzukehren. Mit der Zeit werden die Arterien und Venen in den Beinen schwächer.

Kompressionsstrümpfe lösen dieses Problem. Sie üben den nötigen Druck aus, um die Venen zu stützen und den Blutrücktransport zum Herzen zu gewährleisten. Ärzte empfehlen Kompressionsärmel und -strümpfe für Patienten mit bestimmten Erkrankungen. Sie sind auch rezeptfrei erhältlich und besonders beliebt bei Menschen, die viel stehen müssen, und bei Personen über 65.
Worin besteht der Unterschied zwischen Kompressionsärmeln und -strümpfen?
Kompressionsärmel bedecken die Waden, während Kompressionsstrümpfe Füße und Knöchel schützen. Bei manchen Erkrankungen, wie beispielsweise Ödemen, sind Kompressionsstrümpfe notwendig. Kompressionsärmel sind vergleichsweise einfacher anzuziehen und daher besonders bei Sportlern wie Schwimmern beliebt.

Wie funktionieren Kompressionsstrümpfe?
Durchblutungsstörungen in den Beinen entstehen hauptsächlich durch Veneninsuffizienz. Dabei ist der Blutrückfluss zum Herzen durch defekte Venenklappen oder geschwächte Gefäßwände beeinträchtigt. Die Venen können nicht den nötigen Druck aufbauen, um das Blut zum Herzen zurückzupumpen.
Blut, das nicht zum Herzen zurückfließen kann, staut sich in den Beinen. Langfristig führt dies zu Schwellungen der Blutgefäße in den Füßen, einem sogenannten Ödem . Diese Erkrankung tritt häufiger bei älteren Menschen und solchen mit einer familiären Vorbelastung für Veneninsuffizienz oder tiefe Venenthrombose auf. Auch Frauen, insbesondere Schwangere, sowie übergewichtige und große Menschen sind anfälliger für Venenschwäche.

Kompressionsstrümpfe und -ärmel üben Druck auf Füße und Knöchel aus. Sie massieren sanft die Wadenmuskulatur, stärken die Venenwände und ermöglichen so das Öffnen der Venenklappen. Durch die Kontraktion der Muskulatur kann das Blut zurück zum Herzen gepumpt werden.
Die verschiedenen Arten von Kompressionsstrümpfen
Es gibt drei Arten von Wadenkompressionsstrümpfen: nichtmedizinische Stützstrümpfe, Anti-Embolie-Strümpfe und Kompressionsstrümpfe mit abgestufter Kompression.
Nichtmedizinische Stützstrümpfe – Dies ist die gängigste der drei Varianten. Je nach Komfortbedürfnis sind diese Strümpfe in verschiedenen Stärken erhältlich. Sie sind rezeptfrei in unterschiedlichen Längen, Mustern und Materialien verfügbar.
Kompressionsstrümpfe mit abgestufter Kompression – Diese Strümpfe sitzen am Knöchel enger und werden nach oben hin lockerer. Sie sind in zwei Ausführungen erhältlich: oberschenkelhoch und knöchelhoch. und knielang. Sie sind besonders bei Sportlern beliebt.
Anti-Embolie-Strümpfe – Diese Strümpfe sind für einen speziellen Zweck entwickelt worden. Sie dienen der Vorbeugung von Blutgerinnseln und der Aufrechterhaltung der Durchblutung. Sie werden häufiger bei bettlägerigen Patienten eingesetzt, beispielsweise nach einer Operation.
Verschiedene Arten von Wadenschmerzen
Es gibt verschiedene Arten von Wadenschmerzen, die auftreten können. Einige davon sind:

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Zerrung der Wade – Sie entsteht hauptsächlich durch Laufen oder andere sportliche Betätigung. Zu den häufigsten Symptomen gehören Blutergüsse, Schwellungen und Schmerzen.
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Baker-Zyste – Dabei handelt es sich um eine Erkrankung des Beins, bei der sich überschüssige Flüssigkeit ansammelt. Sie verursacht starke Schmerzen und kann gelegentlich platzen, wodurch die Flüssigkeit in die Wade austritt.
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Mediale Zerrung – Dieser Schmerz entsteht durch eine Verletzung oder Überlastung des medialen Kopfes.
Sie können auch Schmerzen aufgrund von Wadenkrämpfen oder Blutgerinnseln verspüren. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Es ist wichtig, die Ursache der Schmerzen zu ermitteln, bevor man mit einer Behandlung beginnt.
Kann sie jeder tragen?
Für das Ausprobieren von Kompressionsstrümpfen für die Waden benötigen Sie keine ärztliche Genehmigung. Sie sitzen enger als normale Socken und hinterlassen bei längerem Tragen Abdrücke am Bein. In den meisten Fällen beeinträchtigt dies die Durchblutung nicht. Anders verhält es sich bei Menschen mit einer stark eingeschränkten Herzfunktion.
Wenn Sie an einer Arterienerkrankung mit Durchblutungsstörungen in Füßen oder Beinen leiden, sollten Sie vor dem Kauf von Kompressionsstrümpfen einen Arzt konsultieren. Die meisten im Handel erhältlichen Kompressionsstrümpfe bieten eine leichte bis mittlere Kompression. Dadurch eignen sie sich für Menschen unterschiedlichen Alters. Am besten probieren Sie die Strümpfe selbst an, um die passenden für sich zu finden.
Bewährte Praktiken für Kompressionsstrümpfe
Nachfolgend finden Sie einige der besten Vorgehensweisen für das sichere Tragen von Kompressionsstrümpfen:
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Tragen Sie die Kompressionsstrümpfe nicht ständig. Ziehen Sie sie täglich aus und ersetzen Sie sie durch ein sauberes und trockenes Paar, damit die Strümpfe nicht an Ihrer Haut kleben bleiben und sich nur schwer ausziehen lassen.
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Bitte entsorgen Sie Ihre Kompressionsstrümpfe nach etwa 30 Mal Tragen. Sobald Sie merken, dass sie an Elastizität verlieren, sollten Sie sie am besten entsorgen.
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Sollten Sie an Gewicht verlieren oder zunehmen, passen Sie Ihre Socken entsprechend Ihrem Gewicht an.
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Achten Sie beim Tragen der Wadenkompressionsstrümpfe auf Hautveränderungen wie Dellen oder Trockenheit.
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Waschen Sie Ihre Kompressionsärmel und -socken unbedingt und hängen Sie sie zum Trocknen auf.
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Halten Sie sich an die Anweisungen des Herstellers und konsultieren Sie unbedingt einen Arzt.
Wann man einen Arzt aufsuchen sollte
Die Socken helfen zwar, einige Durchblutungsstörungen zu vermeiden. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie andere Anzeichen und Symptome ignorieren sollten. Sollten Sie diese Symptome bemerken, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

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Veränderung der Hautfarbe zu bläulich oder violett
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Schnelle Atmung, insbesondere nach kurzer körperlicher Anstrengung
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Anhaltende Wadenkrämpfe in beiden Beinen
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harte und geschwollene Venen
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Anhaltender Durchblutungsverlust in beiden Beinen
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Puls, der sich unregelmäßig anfühlt
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Rötung oder Wärmegefühl in einem Bereich Ihrer Vene
Es wird nicht empfohlen, die Wadenkompressionsstrümpfe über einen längeren Zeitraum zu tragen. Sollten Sie Schwierigkeiten beim Ausziehen haben, konsultieren Sie bitte einen Arzt.
Vorteile von Kompressionsstrümpfen
Stabilität – Das Problem entsteht durch Verspannungen in der Beinmuskulatur. Beim Aufprall auf den Boden spürt man eine Vibration, die von den Beinen in den Körper ausstrahlt. Anfangs merkt man vielleicht nichts, doch dies kann später zu Komplikationen führen. Kompressionsstrümpfe und -ärmel reduzieren die Aufprallkraft und sorgen für mehr Stabilität. Dadurch wird die Belastung beim Aufprall verringert.

Durchblutung – Der Hauptvorteil von Socken liegt in der verbesserten Durchblutung der Beinvenen. Dies ist besonders wichtig für Sportler wie Läufer und Schwimmer. Eine erhöhte Durchblutung der Muskeln führt zu einer besseren Sauerstoffversorgung. Eine ausreichende Sauerstoffzufuhr zu den Muskeln reduziert Schmerzen in den Waden und im gesamten Körper.
Schutz – Bei chronischen Beinproblemen empfiehlt Ihnen Ihr Arzt möglicherweise das Tragen von Kompressionsstrümpfen oder -ärmeln. Diese vorbeugende Maßnahme ergänzt die notwendige Behandlung, um weitere Beinprobleme zu vermeiden.
Schwellungen – Viele Menschen leiden unter Schwellungen und Schmerzen in der Wadenregion. Dies kann zu Entzündungen führen. Kompressionsstrümpfe können helfen, Schwellungen und Schmerzen zu lindern und deren Auftreten zu verhindern.



